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»ifs-Begegnung« Gender & Diversity mit »Rule 34«

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8. November 2023 19:00 - 8. November 2023 22:30

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Beschreibung

»ifs-Begegnung« Gender & Diversity

Auf der Leinwand:
»Rule 34« (BR/FR, 2022, Spielfilm, 100 Min., FSK 18, OmeU, dt. UT, Regie: Júlia Murat)

Anschließendes Filmgespräch mit Filmemacher, Schauspieler und Autor Alex Mello
Moderation: Maxa Zoller, Künstlerische Leiterin IFFF Dortmund+Köln

Der Film wird in Originalsprache mit englischen und deutschen Untertiteln gezeigt.
Das Gespräch findet auf Deutsch statt, mit Möglichkeit einer englischen Übersetzung.

Tagsüber diskutiert die 23-jährige Schwarze Jurastudentin Simone im Hörsaal energisch über die Situation der Frau in der Gesellschaft Brasiliens. Sie arbeitet in einem Zentrum für Opfer häuslicher Gewalt und forscht nach den Ursachen von Rassismus und Femizid. Nachts performt sie vor ihrer Webcam in einem Sex-Chatroom und wird zu immer extremeren Praktiken angespornt. Ihr Privatleben steht im Kontrast zu ihren intellektuellen Ambitionen: eine freigeistige Mixtur aus Selbstverteidigungskursen und sexuellen Experimenten im geschützten Raum mit ihren Uni-Freund*innen/Geliebten sowie Videocalls mit einer vertrauten BDSM-Praktikerin, die sie auf diesem prekären Weg begleitet. Als sie nach radikaleren Formen sexueller Befriedigung sucht, verschwimmen die Grenzen zwischen Body Empowerment und Selbstverletzung, sozialer Verantwortung und persönlichem Vergnügen.

»Rule 34« gewann 2022 den Goldenen Leoparden für den Besten Film beim Locarno Filmfestival – dies war erst das zweite Mal seit Glauber Rochas »Land in Trance« (1967), dass ein brasilianischer Film die Auszeichnung erhielt. Der Titel ist nach dem gleichnamigen Internet-Meme über Pornografie benannt. Murat versteht Pornografie primär als Risiko – und in diesem Film riskiert sie einiges: Hier kommen inhaltliche und formale Konventionen des Spielfilms an ihre Grenzen und eröffnen so neue Formen des politischen Erzählens. Ist dies eine neue, globale Erzählform des Spielfilms in Krisenzeiten?

Mello ist ein afro-lateinamerikanischer Filmemacher, Schauspieler und Autor. Seine künstlerische Forschung konzentriert sich auf intersektionale Perspektiven auf Rasse, Zugehörigkeit und Gender im Kontext von Migrationsgesellschaften. Im audiovisuellen Bereich konzentriert sich der Künstler auf Independent-Produktionen, die marginalisierte Körper thematisieren. Mello wurde 2022 Mitglied der Association of Black Audiovisual Professionals – APAN in Brasilien und ist in Deutschland Teil der Schwarze Filmschaffende Community. Im Jahr 2021 gewann er ein Stipendium für das Projekt Black Reels, das sich an schwarze Filmemacher in Deutschland richtet.

Content Hinweis

FSK 18 | Der Film enthält Szenen sexueller Natur und Gewaltszenen, die einige Zuschauer*innen als verstörend empfinden könnten.

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